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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 5,76 € |
5,64 € |
+0,12 € |
+2,13 % |
20.04/21:55 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007856023 |
785602 |
- € |
- € |
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ElringKlinger verkaufen 06.08.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die ElringKlinger-Aktie (ISIN DE0007856023 / WKN 785602) unverändert mit "verkaufen" ein.
Die Gesellschaft habe mit den heute vorgelegten Zahlen überzeugt und die Markterwartungen deutlich übertroffen. Der wesentliche Treiber für den Ergebnissprung sei mit einer Verminderung der Rückstellungen begründet, die das Ergebnis vor Steuern um 5,8 Mio. EUR positiv beeinflusst hätten. Hintergrund sei der Verkauf von Nickel-Absicherungskontrakten gewesen, die zwar zu höheren Materialaufwand (+3,7 Mio. EUR) in Q2 geführt hätten, sich in den sonstigen betrieblichen Erträgen mit +9,5 Mio. EUR jedoch widerspiegeln würden. In Q3 werde sich ein weiterer Verkauf mit ca. 0,7 Mio. EUR positiv auswirken.
Folgende positive und negative Effekte sollten bei dem Ergebnis beachtet werden: Die Schere zwischen Autoproduktion und Absatz verringere sich weiter. Der US-Autoabsatz 2009 sei mit 9 bis 10 Mio. Fahrzeugen schwach ausgefallen, dürfte aber 2010 wieder anziehen. Asien bleibe die Wachstumsregion. Der Materialaufwand profitiere im zweiten Halbjahr von Nickelhedge-Auflösung und gesunkenen Rohstoffpreisen.
Der Lagerabbau und das Forderungsmanagement hätten für sehr gute Working-Capital-Reduzierung gesorgt, was zu einem komfortablen Cash-flow im ersten Halbjahr geführt habe (betrieblicher Cash-flow 60,9 Mio. EUR (H1/08: 42,4 Mio. EUR); FCF +17,3 Mio. EUR. Die Kostensenkungsmaßnahmen sollten Einsparungen von 10 Mio. EUR in 2009 ermöglichen, wovon im ersten Halbjahr bereits 6 Mio. EUR erzielt worden seien.
Der Kunststoffbereich spüre die Krise im Maschinenbau (Umsatz: -24,7% auf 13,6 Mio. EUR; EBIT: 1,3 Mio. EUR (Q2/08: 3,4 Mio. EUR) - nicht unerwartet). Die Kundenzurückhaltung und die Abwrackprämie würden für 11%-igen Umsatzrückgang im Aftermarket Segment sorgen, wobei das EBIT mit 4,3 Mio. EUR entsprechend um 0,6 Mio. EUR unter dem Vorjahresquartal gelegen habe.
Die Guidance sei konkretisiert worden. Der Umsatz dürfte sich zwischen 540 und 580 Mio. EUR (BHLe: 579,7 Mio. EUR zuvor: 589,7 Mio. EUR) und die EBIT-Marge im Bereich von 8 bis 10% bewegen. Nachdem im Halbjahr die EBIT-Marge bei 7,7% gelegen habe, sollte dieses Ziel auch im Hinblick auf die Einsparungen bei den Sozialleistungen ab September aufgrund der Kurzarbeit eher am oberen Ende der Bandbreite erreicht werden.
Ein Schnäppchen ist die ElringKlinger-Aktie immer noch nicht, so dass die Analysten vom Bankhaus Lampe trotz der guten Ergebnisse ihre "verkaufen"-Empfehlung beibehalten. Das Kursziel wird unverändert bei 11,00 EUR gesehen. (Analyse vom 06.08.2009) (06.08.2009/ac/a/d)
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